Pressemitteilung:
Wien, 2010
Unternehmen des Sektors "Herstellung von Waren" sind "innovativer" als jene in den Dienstleistungsbranchen: 59% innovationsaktiven Unternehmen in den erstgenannten Wirtschaftszweigen stehen 54% Unternehmen mit Innovationstätigkeiten im Dienstleistungssektor gegenüber. Großunternehmen sind innovationsaktiver als kleinere Unternehmen: Während von den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten nur die Hälfte (51%) innovationsaktiv war, waren es bei den Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten mehr als vier Fünftel (86%). Von mittelgroßen Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 50 und 249 haben in den Jahren 2006 bis 2008 70% Innovationsaktivitäten gesetzt.
35% der Unternehmen haben im untersuchten Zeitraum organisatorische Innovationen eingeführt, 32% der Unternehmen sind Prozessinnovatoren, und 31% haben neue oder merklich verbesserte Produkte eingeführt (Produktinnovatoren). 27% der Unternehmen meldeten die Einführung von Marketinginnovationen. Waren herstellende Unternehmen führen häufiger "technologische Innovationen" (Produkt- und Prozessinnovationen) ein als "nicht-technologische Innovationen" (organisatorische und Marketinginnovationen); diese wiederum sind bei den Unternehmen des Dienstleistungssektors häufiger als Produkt- und Prozessinnovationen (siehe Tabelle).
Im Jahr 2008 betrugen die Innovationsausgaben der österreichischen Unternehmen 1,7% ihres Gesamtumsatzes oder 6,9 Mrd. Euro. Rund 60% davon entfielen auf Ausgaben für unternehmensinterne Forschung und Entwicklung (F&E) und 26% auf Ausgaben für den Erwerb von Maschinen und Sachmitteln für Innovationen. Durch den Absatz von in den Jahren 2006 bis 2008 auf dem Markt eingeführten innovativen Produkten wurden im Jahr 2008 11,2% des Gesamtumsatzes erzielt. Davon entfielen 5,5% auf Marktneuheiten und 5,8% auf Produktinnovationen, die zwar nicht neu für den Markt, aber für das jeweilige Unternehmen waren.
61% der innovationsaktiven Unternehmen haben in den drei Jahren zwischen 2006 und 2008 auch Öko-Innovationen, also Neuerungen, die im Vergleich zu anderen Alternativen eine positive Auswirkung auf die Umwelt haben, eingeführt. 31% der innovationsaktiven Unternehmen gaben an, dass ihre Innovationen zur Verringerung von Boden-, Wasser- oder Luftverschmutzung oder Lärmbelästigung während der Herstellung beigetragen hätten, ebenfalls 31% berichteten eine Senkung des Energieverbrauchs durch die eingeführten Innovationen.
Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zur Innovationserhebung finden Sie auf unserer Webseite.
Methodische
Informationen, Definitionen: Die Daten ergeben sich aus den hochgerechneten
Ergebnissen der Europäischen Innovationserhebung (Community Innovation
Survey=CIS 2008), die von der Statistik Austria im Auftrag des BMWFJ
mit einem europaweit harmonisierten Fragenprogramm, standardisierten
Definitionen und einer einheitlichen Methodik in Form einer freiwilligen
Stichprobenerhebung durchgeführt wurde und Meldungen von |
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Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion
Bevölkerung, Statistik Austria:
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Irmgard FREY, Tel.:
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