Wien, 2009
Von den gesamten Forschungsausgaben 2009 wird mit 45,0% (rund 3,44 Mrd. Euro) der größte Anteil von der Wirtschaft finanziert werden. 39,9% (rund 3,1 Mrd. Euro) wird der öffentliche Sektor beitragen (Bund rund 2,55 Mrd. Euro, Bundesländer rund 402 Mio. Euro, sonstige öffentliche Einrichtungen wie Gemeinden, Kammern, Sozialversicherungsträger rund 104 Mio. Euro). 14,8% werden vom Ausland und 0,4% (rund 29 Mio. Euro) vom privaten gemeinnützigen Sektor finanziert werden. Die Finanzierung durch das Ausland (rund 1,13 Mrd. Euro) stammt zum überwiegenden Teil von mit heimischen Unternehmen verbundenen europäischen Unternehmen, die Österreich zum Forschungsstandort gewählt haben und schließt die Rückflüsse aus den EU-Rahmenprogrammen für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration ein.
Forschungsquote 2009: voraussichtlich 2,73%
Für Vergleichszwecke werden die Bruttoinlandsausgaben für F&E
als Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts ausgedrückt ("Forschungsquote").
Dieser Indikator ist für Österreich seit 1981 von 1,10% auf 2,73%
im Jahre 2009 angestiegen und hat in den letzten Jahren den EU-Durchschnitt
deutlich übertroffen. Die aktuellsten gesamteuropäischen Vergleichsdaten
liegen für 2006 vor: Demnach beträgt diese Kennzahl für die Europäische
Union (EU
In die aktuelle Globalschätzung der österreichischen Bruttoinlandsausgaben für F&E wurden die endgültigen Ergebnisse der Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung der Statistik Austria über das Berichtsjahr 2006 einbezogen sowie erste Teilergebnisse der F&E-Erhebung über das Jahr 2007 im firmeneigenen Bereich. Diese zeigen ein im Vergleich zu den Vorjahren geringeres Wachstum der F&E-Finanzierung durch den Unternehmenssektor, welches sich auch 2008 fortsetzt. 2009 wird der für Österreich derzeit prognostizierte Konjunkturrückgang auch einen Rückgang des F&E-Eigenfinanzierungsanteils der Unternehmen nach sich ziehen und mit 3,44 Mrd. Euro wird die Finanzierung durch die Wirtschaft um 1,3% unter dem Wert von 2008 liegen.
Da die F&E-Finanzierung aus dem Ausland zum überwiegenden Teil von mit heimischen Unternehmen verbundenen europäischen Unternehmen stammt, ist hier auf Grund der Wirtschaftsprognosen mit einem weitaus stärkeren Rückgang zu rechnen: Nach derzeitigem Informationsstand ist ein Absinken der F&E-Mittel um 6,2% zu erwarten. Mit 1,13 Mrd. Euro werden 2009 die Forschungsgelder aus dem Ausland nach leichten Anstiegen 2007 und 2008 unter dem Erhebungsergebnis von 2006 (1,16 Mrd. Euro) liegen.
Die Forschungsfinanzierung durch den Bund wird 2009 nach den der Statistik Austria vorliegenden Informationen über die Entwicklung der F&E-relevanten Budgetanteile und weiterer F&E-Fördermaßnahmen – insbesondere die Erstattungen des Bundes an Unternehmen im Rahmen der Forschungsprämie – mit 2,55 Mrd. Euro um 8,9% über dem Wert von 2008 liegen und maßgeblich zur Stabilisierung der österreichischen Forschungsausgaben beitragen.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der F&E-statistischen Vollerhebungen sowie sonstiger aktuell verfügbarer Unterlagen und Informationen, insbesondere der F&E-relevanten Voranschlags- und Rechnungsabschlussdaten des Bundes und der Bundesländer, wird von der Statistik Austria jährlich die Globalschätzung der österreichischen Bruttoinlandsausgaben für Forschung und experimentelle Entwicklung (F&E) erstellt. Im Rahmen der jährlichen Erstellung der Globalschätzung erfolgen, auf der Basis von neuesten Daten, jeweils auch rückwirkende Revisionen bzw. Aktualisierungen. Den Definitionen des weltweit (OECD, EU) gültigen und damit die internationale Vergleichbarkeit gewährleistenden Frascati-Handbuchs entsprechend wird die Finanzierung der Ausgaben der in Österreich durchgeführten Forschung und experimentellen Entwicklung dargestellt. Gemäß diesen Definitionen und Richtlinien ist die ausländische Finanzierung von in Österreich durchgeführter F&E sehr wohl einbezogen, österreichische Zahlungen für im Ausland durchgeführte F&E sind hingegen ausgeschlossen.
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