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Wien, 2010-05-19 –
Eine durch Zuwanderung weiter wachsende Bevölkerung bei gleichzeitig
sinkenden Geburtenzahlen und einer leicht zunehmenden Zahl an Sterbefällen
ist das endgültige Ergebnis der aktuellsten Bevölkerungsstatistiken
von Statistik Austria für das Jahr 2009. Die Bevölkerungszahl Österreichs
stieg 2009 um rund 20.000 Personen (+0,2%) auf 8,375 Mio. zum 1.1.2010
an. Der Zuwachs war damit allerdings nur mehr halb so hoch wie im Jahr
zuvor (2008: +36.668 Personen bzw. +0,4%). Ausschlaggebend dafür war
in erster Linie ein deutlicher Rückgang des Wanderungssaldos von 34.436
Personen 2008 auf 20.596 Personen im Jahr 2009. Dazu kam eine negative
Geburtenbilanz (Saldo aus Lebendgeborenen und Gestorbenen) im Ausmaß
von 1.037 Personen. Das prozentuell stärkste Wachstum verzeichnete
Wien, einen Bevölkerungsrückgang gab es nur im Bundesland Kärnten.
Zum Jahresbeginn 2010 lebten in Österreich erstmals mehr als 1.000
Personen mit einem Lebensalter von 100 oder mehr Jahren.
Im ersten Quartal 2010 setzte sich das Bevölkerungswachstum
Österreichs weiter fort. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Bevölkerungszahl
Österreichs bis zum 1. April 2010 um weitere 8.500 Personen auf knapp
8,384 Mio. Menschen an.
Stärkstes Bevölkerungswachstum in Wien,
Bevölkerungsrückgang in Kärnten
Wien verzeichnete im Jahr 2009 mit +0,7% den höchsten
Bevölkerungszuwachs aller Bundesländer. Dabei sorgten vor allem der
Wanderungsgewinn aus dem Ausland, aber auch Zuwanderung aus anderen
Bundesländern sowie eine leicht positive Geburtenbilanz für den vergleichsweise
starken Bevölkerungsanstieg in der Bundeshauptstadt. Auch in Vorarlberg
(+0,4%) und Tirol (+0,3%) sowie im Burgenland (ebenfalls +0,3%) konnten
überdurchschnittliche Bevölkerungszunahmen verzeichnet werden. In
den beiden westlichen Bundesländern resultierten diese hauptsächlich
aus den hohen Geburtenüberschüssen, während im Burgenland ausschließlich
die Zuwanderung (sowohl aus anderen Bundesländern als auch aus dem
Ausland) für den Bevölkerungsanstieg verantwortlich war (Tabelle 1).
Kärnten war 2009 das einzige Bundesland mit einer
rückläufigen Bevölkerungsentwicklung (-0,2%). Diese ergab sich sowohl aus einer negativen Geburtenbilanz
als auch aus einem Abwanderungsüberschuss in andere Bundesländer Österreichs.
Auf regionaler Ebene (Karte 1) verbuchten vor allem
die Landeshauptstädte sowie die Umlandbezirke der größeren Städte
die höchsten Bevölkerungsgewinne. Spitzenreiter waren Graz (+1,3%),
Innsbruck (+1,0%) und Eisenstadt (+0,9%), gefolgt von Dornbirn und Neusiedl
am See (je +0,8%). In den peripheren und strukturschwachen Regionen
traten hingegen die größten Bevölkerungsverluste auf, so zum Beispiel
in Leoben und Jennersdorf (je –1,0%) sowie in Waidhofen an der Thaya
und in Judenburg (je –0,9%).
Durchschnittsalter steigt weiter: Erstmals
mehr als 1.000 Hundertjährige und Ältere
Am 1. Jänner 2010 gab es in Österreich 1.245.000
(14,9%) Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, 5.654.500 (67,5%) Personen
waren im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren und 1.476.000 (17,6%)
Personen waren 65 Jahre oder älter (Tabelle 3). Verglichen mit dem
Vorjahr ging die Zahl der unter 15-Jährigen um knapp 16.000 Personen
zurück, während sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 15- bis 64-Jährigen
(+27.000) als auch jene der über 64-Jährigen (+26.000) erhöhte. Das
Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zum Jahresbeginn 2010 bei 41,5
Jahren, um rund zwei Jahre höher als noch vor zehn Jahren.
Zu Jahresbeginn 2010 lebten in Österreich 1.040 Personen
(873 Frauen und 167 Männer) im Alter von 100 und mehr Jahren. Damit
überstieg die Anzahl der über 99-Jähringen erstmals die 1.000er-Schwelle.
| Bundesland | Bevölkerung
am 1.1. 2009 | Bevölkerungsveränderung
2009 | Bevölkerung
am 1.1.2010 | Bevölkerung
am 1.4.2010* |
|---|
| abs. | in % |
|---|
| Österreich | 8.355.260 | 20.030 | 0,2 | 8.375.290 | 8.383.784 |
|---|
| Burgenland | 283.118 | 847 | 0,3 | 283.965 | 283.954 |
|---|
| Kärnten | 560.605 | -1.290 | -0,2 | 559.315 | 559.019 |
|---|
| Niederösterreich | 1.605.122 | 2.854 | 0,2 | 1.607.976 | 1.608.590 |
|---|
| Oberösterreich | 1.410.403 | 835 | 0,1 | 1.411.238 | 1.411.606 |
|---|
| Salzburg | 529.217 | 644 | 0,1 | 529.861 | 530.488 |
|---|
| Steiermark | 1.207.479 | 893 | 0,1 | 1.208.372 | 1.208.544 |
|---|
| Tirol | 704.472 | 2.401 | 0,3 | 706.873 | 707.209 |
|---|
| Vorarlberg | 367.573 | 1.295 | 0,4 | 368.868 | 369.294 |
|---|
| Wien | 1.687.271 | 11.551 | 0,7 | 1.698.822 | 1.705.080 |
|---|
|
Karte 1: Bevölkerungsveränderung 2009 nach
Politischen Bezirken

Interaktive Karten zum Thema finden Sie auf der Webseite
| Stichtag | Insgesamt | 0-
bis 14-Jährige | 15-
bis 64-Jährige | 65-
und
Mehrjährige | 100-
und Mehrjährige |
|---|
| abs. | in % | abs. | in % | abs. | in % |
|---|
| 1.1.2009 | 8.355.260 | 1.261.588 | 15,1 | 5.642.785 | 67,5 | 1.450.887 | 17,4 | 924 |
|---|
| 1.1.2010 | 8.375.290 | 1.244.870 | 14,9 | 5.654.499 | 67,5 | 1.475.921 | 17,6 | 1.040 |
|---|
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Methodische
Informationen, Definitionen:
Die Statistik des Bevölkerungsstandes
beruht auf den quartalsweise vom Zentralen Melderegister (ZMR) übermittelten
Hauptwohnsitzmeldungen. Diese Daten werden laufend in ein bevölkerungsstatistisches
Datenbanksystem eingespielt und zusammen mit den Daten über Hauptwohnsitzwechsel
(Wanderungsstatistik) nach demographischen Kriterien aufgearbeitet und
ausgewertet. Veränderungen der Bevölkerung zwischen zwei Zeitpunkten,
die keinem demographischen Ereignis (Geburt, Tod, Zuzug, Wegzug) zugeordnet
werden können sowie allgemeine Inkonsistenzbereinigungen werden als
statistische Korrektur ausgewiesen. Für 2009 betrug die notwendige
statistische Korrektur allerdings nur 471 Personen.
Zur Wohnbevölkerung zählen Personen die
eine den Stichtag einschließende Aufenthaltsdauer (Hauptwohnsitzmeldung)
in Österreich von zumindest 90 Tagen aufweisen. |
|---|
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Bevölkerung, Statistik Austria:
Mag. Alexander WISBAUER, Tel. (01) 71128-7202 bzw. alexander.wisbauer@statistik.gv.at
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