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2009 um 1,6% mehr Sterbefälle, Geburtenbilanz negativ

Wien, 2010-02-26 - Die vorläufige Anzahl von Sterbefällen im Jahr 2009 war mit insgesamt 75.629 um 1,6% höher als im Vorjahr (2008: 74.430); unter Berücksichtigung des Schaltjahres 2008 lag der bereinigte Anstieg bei 1,9%. In Verbindung mit der gleichzeitig gestiegenen Zahl älterer Menschen ist ersten Schätzungen der Statistik Austria zufolge aber trotzdem eine Zunahme der Lebenserwartung bei der Geburt um 0,1 Jahre auf 77,7 Jahre für Männer und 83,1 Jahre für Frauen zu erwarten. Der vorläufige Saldo aus Geburten und Sterbefällen (Geburtenbilanz) fiel 2009 – auch bedingt durch den Abwärtstrend bei den Lebendgeborenen (-1,7% auf 75.387; siehe Pressemitteilung vom 11. Februar 2010) – mit -242 erstmals seit 2003 wieder negativ aus. Die Säuglingssterblichkeitsrate blieb mit 3,7‰ zum vierten Mal in Folge unter der 4‰-Marke.

Tabelle 1: Gestorbene (vorläufige Ergebnisse) im Jahr 2009 nach Bundesländern:
WohnbundeslandAbsolute Zahlen 2009Säuglings-sterblich-keitsrate2)Veränderung in %1)
GestorbeneGeburtenbilanzGestorbene insgesamtim 1. Lebensjahr gestorben
insgesamtdar.: im 1.Lebensj.
Burgenland2.9132-8020,9 -3,7 -71,4
Kärnten5.49614-9713,1 2,7 55,6
Niederösterreich15.70656-2.2164,2 1,6 -15,2
Oberösterreich12.053511.1923,9 1,4 21,4
Salzburg4.057127752,5 3,9 -7,7
Steiermark11.94227-1.8392,7 2,5 0,0
Tirol5.248181.3312,7 1,4 63,6
Vorarlberg2.506131.2593,5 0,4 -13,3
Wien15.708891.0295,3 1,4 -4,3
Österreich75.629282-2423,7 1,6 -0,4

Im Jahr 2009 gab es in acht Bundesländern mehr Sterbefälle als im Vorjahr. Der stärkste Anstieg war dabei in Salzburg (+3,9%) zu beobachten. Danach folgten mit etwas Abstand Kärnten (+2,7%) und die Steiermark (+2,5%) sowie Niederösterreich (+1,6%). Unterdurchschnittlich blieben die Steigerungen der Todesfälle in Oberösterreich, Wien und Tirol (je +1,4%) sowie in Vorarlberg (+0,4%). Lediglich das Burgenland (-3,7%) verzeichnete einen Rückgang der Sterbefälle.

Aus den vorläufigen Zahlen über Gestorbene und Lebendgeborene resultierte für das Jahr 2009 eine bundesweit negative Geburtenbilanz von -242. In fünf Bundesländern gab es positive Bilanzen, nämlich in Tirol (+1.331), Vorarlberg (+1.259), Oberösterreich (+1.192), Wien (+1.029) und Salzburg (+775). In den Bundesländern Niederösterreich (-2.216), der Steiermark (-1.839), Kärnten (-971) und dem Burgenland (-802) wurden dagegen mehr Sterbefälle als Geburten verzeichnet.

Die Säuglingssterblichkeit lag 2009 mit 3,7‰ bereits zum vierten Mal in Folge unter der 4‰-Marke. In den Bundesländern Wien (5,3‰), Niederösterreich (4,2‰) und Oberösterreich (3,9‰) wurden dabei über dem Durchschnitt liegende Säuglingssterblichkeitsraten verzeichnet.

Im Jahresverlauf zeigt sich im Vergleich zu den Vorjahresquartalen lediglich im 1. Quartal ein Anstieg der Todesfälle, der mit +9,2% aber vergleichsweise stark ausfiel. Im 2. Quartal war der mit Rückgang mit -1,4% am stärksten. Die meisten Sterbefälle ereigneten sich im Jänner (7.209), die wenigsten Personen verstarben 2009 im Mai (5.733).

Tabelle 2: Gestorbene 2009 (vorläufige Ergebnisse) nach Monaten und Quartalen:
Monat, QuartalGestorbene absolutVeränderung in %1)
insgesamtdar.: im 1.Lebensj.Gestorbene insgesamtim 1. Lebensjahr gestorben
Jänner7.2092410,233,3
Februar7.1162112,4-16,0
März6.751155,0-46,4
April6.32729-2,111,5
Mai5.73329-4,40,0
Juni5.928192,6-45,7
Juli5.91228-1,947,4
August5.737205,833,3
September5.86625-4,40,0
Oktober6.06724-5,7-7,7
November6.016256,2108,3
Dezember6.96723-3,3-8,0
1 Quartal21.076609,2-15,5
2 Quartal17.98877-1,4-14,4
3 Quartal17.51573-0,423,7
4 Quartal19.05072-1,314,3
Insgesamt75.6292821,6-0,4
Methodische Informationen, Definitionen: Die Erhebung und Aufarbeitung der Sterbefälle erfolgt monatlich nach dem Ereignisort auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Standesämter, die Veröffentlichung nach letzten Wohnort der verstorbenen Person. Im Ausland stattfindende Todesfälle von in Österreich wohnhaften Personen (Hauptwohnsitz) sind in den vorläufigen Ergebnissen noch nicht enthalten. In Österreich stattfindende Todesfälle von im Ausland wohnhaften Personen werden generell nicht publiziert. Vorläufige Ergebnisse informieren über die in bzw. bis zu einem bestimmten Monat von den Standesämtern übermittelten Informationen. Endgültige, auf Vollzähligkeit und Vollständigkeit überprüfte Ergebnisse ordnen die Sterbefälle eines Jahres dem jeweiligen Ereignismonat zu und werden üblicherweise im Mai des Folgejahres publiziert.

Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte direkt an Anita Höfner, Direktion Bevölkerung, Statistik Austria, Tel.: +43 (1) 71128-7275, e-mail: anita.hoefner@statistik.gv.at

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