8.912-161/07

Bevölkerungszahl Österreichs steigt weiter  
Einwohnerzahl zur Jahresmitte 8,316 Mio.

Wien, 2007-08-09 – Nach den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria waren in Österreich am 1. Juli 2007 rund 8,316 Mio. Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet, um 0,2% (+17.600 Personen) mehr als zu Jahresbeginn (1.1.2006: 8,266 Mio.). Das Bevölkerungswachstum im ersten Halbjahr 2007 lag damit leicht über dem Niveau des vergangenen Jahres (1. Halbjahr 2006: +13.600). Der Anstieg der Einwohnerzahl ist wie in den letzten Jahren zum weitaus überwiegenden Teil auf Zuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen.

Stärkstes Bevölkerungswachstum in Wien

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse Österreichs, vor allem durch internationale Wanderungsgewinne. Auch 2007, insbesondere im 1.Quartal, stieg die Einwohnerzahl in der Bundeshauptstadt überdurchschnittlich. Mit einem Bevölkerungswachstum von 0,4% lag Wien vor Niederösterreich (+0,3%) und Vorarlberg (+0,3%). Mit Ausnahme Oberösterreichs (+0,2%), blieben die Einwohnerzuwächse in allen anderen Bundesländern unter dem Bundesdurchschnitt.

Auf regionaler Ebene scheint sich die räumlich differenzierte Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre fort zu setzen: Weiterhin die größten Gewinner waren im ersten Halbjahr 2007 die Umland-Bezirke Wiens und der Landeshauptstädte. Zugleich verzeichneten auch die Kernstädte selbst eine deutliche Bevölkerungszunahme, da hohe Wanderungsgewinne die Geburtendefizite sowie die Abwanderung in das Umland mehr als ausglichen. Weiterhin von Bevölkerungsrückgängen betroffen waren hingegen die inneralpinen Regionen der Steiermark sowie die grenznahen Bezirke Niederösterreichs und des Südburgenlandes.

Tabelle 1: Vorläufige Einwohnerzahlen am 1.7.2007 nach Bundesländern
 BevölkerungsstandBevölkerungsveränderung
01.01.200701.04.20071.7.2007 1)1. Quartal2. Quartal 1)1. Halbjahr in % 1)
Gesamt8.298.9238.308.2058.316.4879.2828.2820,2
Inländer7.472.9107.473.7987.475.9938882.1950,0
Ausländer826.013834.407840.4948.3946.0871,8
Bundesland
Burgenland
280.257280.313280.771564580,2
Kärnten
560.407560.750561.2453434950,1
Niederösterreich
1.589.5801.591.5571.594.4571.9772.9000,3
Oberösterreich 
1.405.6741.406.3441.407.8756701.5310,2
Salzburg 
529.574529.791529.751217-400,0
Steiermark 
1.203.9181.204.3751.205.1944578190,1
Tirol
700.427701.076700.990649-860,1
Vorarlberg
364.940365.451365.8575114060,3
Wien 
1.664.1461.668.5481.670.3474.4021.7990,4
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes. - 1) Vorläufige Ergebnisse.

 

Zahl der EU-Bürger in Österreich hat sich erhöht

Am 1.1.2007 hatten 826.013 ausländische Staatsangehörige ihren Hauptwohnsitz in Österreich. Das entsprach 10% der Gesamtbevölkerung und war ein Plus von rund 12.000 Personen gegenüber dem 1.1.2006. Ein halbes Jahr später wurden bereits 840.494 Personen mit fremder Nationalität registriert – ein Plus von rund 14.500 Personen gegenüber dem 1.1.2007.

Unter den nicht-österreichischen Staatsangehörigen waren rund 288.700 Personen aus Ländern der Europäischen Union, davon 166.600 aus den alten EU-Staaten (EU-14) und 87.400 aus den zehn im Jahr 2004 beigetretenen Ländern. Aus den neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien waren rund 34.600 Personen mit einem Hauptwohnsitz in Österreich gemeldet. Nach einzelnen Staatsangehörigkeiten betrachtet waren Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien (302.200 Personen) die größte Ausländergruppe, gefolgt von deutschen Staatsangehörigen (118.000 Personen) und Bürgern aus der Türkei (109.300 Personen).

Der Anstieg von Staatsangehörigen aus den EU-14 Staaten betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 rund 3% (+4.800 Personen), jener aus den neuen EU-10 rund 4% (+3.300 Personen). Die Zahl der Bulgaren und Rumänen erhöhte sich in den ersten beiden Quartalen nach dem EU-Beitritt um rund 16% (+4.700 Personen). Damit war der Bevölkerungsanstieg aus diesen beiden Ländern absolut betrachtet fast so hoch wie aus den EU-14. Die Zahl der Staatsangehörigen aus dem Nicht-EU-Raum wies hingegen nur eine leichte Zunahme in Höhe von 0,3% (+1.700) auf. Die Zahl der Bürger aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien (mit Slowenien) sank geringfügig um 0,6% (-1.800 Personen), jene der türkischen Staatsangehörigen stagnierte (+0,5% bzw. +500 Personen). Zur Jahresmitte 2007 waren nach den vorläufigen Ergebnissen insgesamt 56.600 Staatsangehörige aus Asien (+3,2%), 21.100 aus Afrika (+0,9%) und 17.100 aus Amerika (+1,3%) in Österreich mit Hauptwohnsitz gemeldet (Tabelle 2).

Tabelle 2: Vorläufige Einwohnerzahlen am 1.7.2007 nach Staatsangehörigkeitsgruppen
 BevölkerungsstandVeränderung 1.1 bis 1.71)
01.01.200701.04.200701.07.20071)abs.in %
Insgesamt8.298.9238.308.2058.316.48717.5640,2
   Inländer7.472.9107.473.7987.475.9933.0830,0
   Ausländer826.013834.407840.49414.4811,8
EU-Staaten (26)275.884282.925288.68412.8004,6
   EU-Staaten (14)161.803164.787166.6224.8193,0
   EU_Beitrittsländer (2004)84.12385.84587.4403.3173,9
   EU_Beitrittsländer (2007)29.95832.29334.6224.66415,6
Nicht EU-Staaten550.129551.482551.8101.6810,3
Europa717.894724.943730.04612.1521,7
   Deutschland113.668116.039117.9634.2953,8
   Ex-Jugoslawien (mit Slowenien)303.999303.477302.232-1.767-0,6
   Türkei108.808109.023109.3305220,5
Afrika20.89721.05321.0761790,9
Amerika16.89817.20217.1122141,3
Asien54.85555.64256.5901.7353,2
Sonstige15.46915.56715.6702011,3
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes. - 1) Vorläufige Ergebnisse.

Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte direkt an Dr. Gustav Lebhart, Direktion Bevölkerung, Statistik Austria, unter Tel. (01) 71128-7766 bzw. e-mail: gustav.lebhart@statistik.gv.at bzw. an Dr. Stephan Marik-Lebeck, Direktion Bevölkerung, Statistik Austria, unter Tel. (01) 71128-7204 bzw. e-mail: stephan.marik-lebeck@statistik.gv.at

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