Wien, 2009
Rückblickend stieg seit dem Jahr 1995, dem Beitritt Österreichs zur EU, der Umsatz im Außenhandel auf weit mehr als das Doppelte. Die zu Beginn dieser Zeitperiode noch negative Handelsbilanz konnte im Laufe dieser Jahre durch einen verstärkten Zuwachs der Ausfuhren nahezu ausgeglichen werden und bewegte sich im Jahr 2002, in dem erstmals eine positive Bilanz erzielt wurde, und im Jahr 2007 weitgehend um den Nullwert.
Bei einer Analyse der Ergebnisse auf Monatsbasis
sind Wachstumsraten von bis zu 18% (April Ausfuhren
Auf Ländergruppenebene ist vor allem dem Handel
in Europa und mit Asien ein weiteres Wachstum des Außenhandels im Jahr
2008 zu verdanken. In der Einfuhr war der österreichische Handel mit
den Ländern Asiens durch seinen starken Zuwachs von 10% bereits mehr
als doppelt so hoch wie jener in die Länder Amerikas und er lag auch
in der Ausfuhr höher. Der mit Abstand bedeutendste Handelspartner innerhalb
Europas ist nach wie vor Deutschland mit 55 % Anteil an den Einfuhren
aus der EU bzw. 48,20 Mrd. € und ausfuhrseitig 41 % bzw. 34,86 Mrd.
€. An zweiter Stelle folgte Italien mit 8,25 Mrd. € bei den Einfuhren
und 10,08 Mrd. € bei den Ausfuhren. Der bedeutendste Handelspartner
außerhalb Europas waren die Vereinigten Staaten mit einem Importwert
von 3,40 Mrd. € und einem Exportwert von 5,21 Mrd. €. Der Handel
mit den USA war in beiden Verkehrsrichtungen um knapp 10% niedriger
im Vergleich zum Vorjahr. Weitere wichtige Handelspartner waren beispielsweise
Tschechien auf Platz 5, Frankreich auf Platz 6 und China auf Platz 8.
Der Handel mit China zeigte positives Wachstum in beiden Richtungen
(Importe:
Ein Vergleich der Bilanzen mit verschiedenen Ländern ließ charakteristische Handelsmuster erkennen. So war Deutschland seit jeher Österreichs größter Lieferant, ein Einfuhrüberschuss von 13,34 Mrd. € unterstrich dies auch im Jahr 2008. Auch aus China importierte Österreich mehr Güter als es selbst dorthin exportierte und verzeichnete mit diesem Handelspartnerland eine negative Bilanz von 3,11 Mrd. €. Die höchsten Ausfuhrüberschüsse wurden im Handel mit den Ländern Italien mit 1,84 Mrd. €, USA mit 1,81 Mrd. €, Rumänien mit 1,67 Mrd. € und Vereinigtes Königreich mit 1,61 Mrd. € erzielt.
Besonderes Augenmerk im Zusammenhang mit dem Konjunkturrückgang ist auf die Entwicklung der Produktgruppe „Maschinen und Fahrzeuge“, die auch Maschinen- und Fahrzeugteile beinhaltet, zu richten. Diese für den österreichischen Außenhandel wichtigste Produktgruppe, die im Jahr 2007 noch Zuwächse von 11,0% in der Einfuhr und 9,2% in der Ausfuhr aufwies, verzeichnete 2008 mit Einfuhren in Höhe von 40,85 Mrd. € und Ausfuhren von 46,67 Mrd. € einen Rückgang von 2,0 % in beiden Handelsrichtungen. Besonders dramatisch wirkte sich hierbei das 4. Quartal 2008 aus, in dem die Einfuhren von „Maschinen und Fahrzeugen“ um 11,4% und die Ausfuhren um 14,0% zurückgingen.
| Methodische Informationen: Das vorliegende Ergebnis der Außenhandelsstatistik enthält Daten der mit der Zollanmeldung verbundenen Statistik des Warenverkehrs mit Drittstaaten (Extrastat) und der Primärstatistik der Warenverkehre mit EU-Mitgliedstaaten (Intrastat) sowie Zuschätzungen zu den erhobenen Intrastat-Daten, die den Antwortausfall der Erhebung sowie schwellenbedingt nicht erhobene Werte abdecken. |
|---|
Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Unternehmen,
Statistik Austria:
Christine HELLWIG, Tel. (01) 71128
Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber:
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix
Tomaschek
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.:
presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA